Okt 18 2014

Fühlen Sie sich ausgenutzt in Ihrer Beziehung?

Wir Frauen können uns beglückwünschen, dass wir jetzt leben und nicht früher. Früher, als Paarbeziehungen reine Zweckgemeinschaften waren. Als nicht die Liebe bei der Wahl des Gefährten die wichtigste Rolle spielte, sondern die Fragen, wie viel teures Geschirr in der Aussteuerkiste steckte und ob der Zukünftige einen großen oder einen kleinen Hof erben würde. Wir dagegen können es uns leisten, romantisch zu sein, einfach unserem Herzen zu folgen. Aber stimmt das wirklich?

Klar, Beziehungen sind heute anders als früher, aber unser Alltag ist keineswegs frei vom Zweckdenken in der Liebe. Ja, wir taxieren unsere Beziehungen vielleicht sogar noch kühler als unsere Vorfahren. Die Soziologin Eva Illouz nennt es „emotionalen Kapitalismus“. Das bedeutet: Wir gestalten unsere Partnerschaft immer mehr nach ökonomischen und politischen Verhandlungsmodellen. Schauen genau darauf, dass sie im Vergleich zum Alleinsein einen Mehrwert für uns bringt.

„Wer investiert wie viel?“ ist der Grundsound der Liebe. Wir führen geistige Strichlisten darüber, wer wie oft wessen Socken wäscht und die Kinder abholt. Wie viel jeder in seine Karriere buttert. Wir registrieren genau, wer wie oft „Ich liebe dich“ sagt und wie lange der Blowjob im Vergleich zum Cunnilingus dauert. Das klingt brutal. Aber wir haben es so gelernt. Weil wir in einer Kultur leben, in der wir aufgefordert sind, immer und überall unseren Nutzen zu maximieren. Natürlich wirkt sich diese Denkart auch auf unsere Beziehungen aus. Die Frage ist bloß: Was macht das mit uns? Lohnen sich Liebesbeziehungen, nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung betrachtet, überhaupt noch? Eigentlich brauchen wir ja keinen festen Partner mehr. Er ist weder zum Kinderkriegen zwingend notwendig noch als finanzielle Stütze unerlässlich. Könnten wir romantische Liebe und Sex also nicht einfach an vorübergehende Partner outsourcen und ansonsten unsere Ruhe vor dem ja doch auch immer wieder anstrengenden Beziehungsalltag haben?

Ideal wären eigentlich vier Partner

Die amerikanische Autorin Sandra Tsing-Loh kam in einem in den USA viel beachteten Essay zu genau dieser Bilanz: Sie beschrieb darin das Phänomen von Karrierefrauen, die, ökonomisch unabhängig von ihren Männern, diese nur noch als Störfaktor sähen, sobald sich der Schleier der Verliebtheit verzogen habe. Ideal, schlägt Tsing-Loh satirisch vor, seien für eine solche Frau nicht einer, sondern vier Partner: Mr. X als Mann für die anstrengende Alltagsverwaltung und vielleicht noch als Kindsvater, Mr. Y als romantischer Lover, der tanzen kann und Chardonnay anbietet, Mr. Z als eine Art Hausmeister, der alles repariert, und Mr. Q als Praktikant, für den Rest.

Sieht so die Zukunft aus? Entwickeln wir uns allmählich allesamt zu Beziehungsunternehmern, die ihren Marktwert im Internet angeben und Gefühle kalkuliert investieren?

Nicht unbedingt. Zumindest dann nicht, wenn uns neben ökonomischen und praktischen Erwägungen auch noch das eigene Glück am Herzen liegt. Das ahnt auch Tsing-Loh, die in ihrem Essay auf eine Langzeitstudie der renommierten Wharton School of Business verweist, die festgestellt hat, dass Frauen heute im Vergleich zu früher eindeutig unglücklicher sind – aller gesellschaftlichen Fortschritte zum Trotz. Wer daraus folgert, dass es Frauen in den 50ern besser ging, weil die Rolle der Hausfrau eben besser zu ihnen passt, denkt jedoch zu oberflächlich. Man kann aus der Studie auch einen anderen Schluss ziehen: dass eine Lebenswelt, die bis ins Privatleben und in Liebesbeziehungen hinein vom Prinzip der Profitmaximierung durchdrungen ist, niemanden wirklich glücklich macht.

Vielleicht ist es also eine im wahrsten Sinne unglückliche Entwicklung, wenn wir in unseren Beziehungen immer mehr aufrechnen und verhandeln. Vielleicht müssten wir öfter mal wirklich unserem Herzen folgen. Die Liebe an sich, das wird in Zeiten des Individualismus und der Selbstoptimierung gern vergessen, ist ein Gefühl, das Einheit will und skandalöserweise gar kein Interesse an persönlichen Profiten hat. Gegenseitiges Aufrechnen ist Verstandessache, Liebe aber ist irrational.

Sind wir zu hart geworden?

Wenn wir besonders tief lieben, das hat jeder schon einmal erlebt, drückt sich das sogar in einem unwiderstehlichen Drang zum Geben aus. Das steht scheinbar im Widerspruch zu dem, was die Frauen unserer Generation von Kindheit an gelernt haben: dass wir immer darauf pochen müssen, nie zu kurz zu kommen, schon gar nicht „aus Liebe“ zu einem Mann.

Keine Frage, es gibt Momente in Beziehungen, in denen es dumm ist, einfach aus Zuneigung zu handeln: wenn es um Dinge geht, die langwierige finanzielle Konsequenzen haben, zum Beispiel. Aber manchmal scheint es, als wären wir zu hart geworden, als hätten wir vergessen, dass es Momente gibt, in denen ein Stück Selbstaufgabe möglich und sogar tief befriedigend ist. Mal ehrlich: Die schönsten Momente in Beziehungen sind nicht diejenigen, in denen man weiß, dass man weder zu viel noch zu wenig gegeben hat, in denen also ein perfektes Gleichgewicht herrscht. Sondern es sind genau die Momente, in denen einer der Partner mehr gibt, als er eigentlich müsste.

Wenn der Liebste, genauso todmüde wie man selbst, sagt: „Nimm dir ein Buch, setz dich hin, ich mach das Abendessen.“ Oder wenn einer die Kinder einpackt und einen Ausflug macht, obwohl doch der andere mit Kinderhüten dran wäre. Neurobiologen haben herausgefunden, dass das Belohnungszentrum im Gehirn anspringt, wenn wir anderen Menschen etwas geben können. Deshalb fühlt Liebe sich nicht dann am besten an, wenn man den größtmöglichen Profit aus ihr zieht. Sondern wenn man sie freigebig gibt. Einfach so, ohne Strichliste.

zum Artikel:

www.brigitte.de/liebe/

Okt 18 2014

Strom aus der Heim-Energie-Anlage – Lohnt sich auch für Sie ein Mini-Windrad im Garten?

Wer keinen Aufwand scheut, den eigenen Strom unabhängig vom Versorger zu produzieren, kann sich eine Kleinwindanlage aufs Dach oder in den Garten setzen. Am besten in Absprache mit den Nachbarn – denn Windräder sind laut. Wann lohnt sich das Ganze?

Kleinwindenergieanlagen (KWEA) sind eine Option für Wohngebiete, die eher außerstädtisch liegen – und entsprechend Platz für ein rotierendes Windrad bieten. Sie lassen sich entweder direkt auf dem Dach oder auf einem Mast neben dem Haus aufstellen. Dieser kann in der Höhe variieren, darf jedoch die 50-Meter-Marke nicht überschreiten.

Das kann die Kleinwindenergieanlage: Bis zu einer Höhe von zehn Metern ist sie in der Regel genehmigungsfrei. Auf Grund der entstehenden Geräusche und Vibrationen ist es dennoch empfehlenswert, die jeweilige Landesbauordnung genau zu studieren und sich in jedem Fall mit Nachbarn und Behörden abzustimmen.

 

Unauffällig geht anders

Bis zu 1000 Kilowatt Strom kann eine Kleinwindanlage an einem guten Standort im Binnenland produzieren, für den privaten Gebrauch reicht schon ein Modell mit bis zu fünf Kilowatt Nennleistung. Der Rotordurchmesser solch eines Windrads beträgt zwischen dreieinhalb und sieben Metern.

Die Kosten liegen bei circa 3000 Euro pro Kilowatt – eine Kleinwindkraftanlage mit einer Stromleistung von fünf Kilowatt kostet also rund 15.000 Euro. Eine teure Anschaffung die nur rentabel ist, wenn der erzeugte Strom auch wirklich selber verbraucht wird: Was über bleibt, wird an den Netzbetreiber veräußert – doch das rechnet sich kaum: Die Einspeisevergütung für Strom aus Windenergieanlagen liegt nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) unter neun Cent pro Kilowattstunde. Wird der Windstrom jedoch selber genutzt, spart man – entsprechend des Stromtarifs – zwischen 25 und 39 Cent pro Kilowattstunde ein.

Starker Wind treibt Stromrechnung nach unten

Das spricht dagegen: Neben der Frage der Wirtschaftlichkeit ist Wind eine eher unbeständige Energiequelle. Ausschlaggebend für die Leistung einer Kleinwindenergieanlage sind die genauen Standortbedingungen: Um ordentliche Strombeträge zu erzielen, ist eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von rund vier Metern pro Sekunde nötig. Diese ist besonders in den niedrigen Höhen Deutschlands selten zu finden. Es gilt: Je höher der Mast, desto eher treibt ein starker Wind die Stromrechnung nach unten.

Ein weiterer Negativpunkt sind die fehlenden einheitlichen Qualitätsstandards. Unter einer Vielzahl verschiedener Anbieter gibt es nur wenige mit zertifizierten Anlagen. Anders als die Solarenergie ist Windkraft noch nicht vollständig in den Markt eingetreten.

 

Erstmals veröffentlicht:

www.focus.de/immobilien/energiesparen

Okt 16 2014

So bekommt Ihr Kind gute Noten

War die Fünf ein Ausrutscher? Hat das Kind Lücken, die es allein nicht füllen kann? Braucht es Nachhilfe? Die meisten Eltern stehen irgendwann vor solchen Fragen. Wie Ihr Kind wieder gute Noten bekommt, erfahren Sie hier.

 

Wenn Ihr Kind Nachhilfe braucht …

Die wenigsten Kinder erfreut die Aussicht auf Nachhilfe. Für sie bedeutet sie zunächst nur eines: weniger Freizeit. Andererseits gibt es aber auch Kinder, die ihren Wunsch nach Unterstützung signalisieren. So können Sie die versteckte Botschaft entschlüsseln:

  • „Wundert euch nicht, wenn ich dieses Mal sitzen bleibe!“ bedeutet: „Meine Versetzung ist gefährdet, und ich habe Angst, es alleine nicht zu schaffen. Ich brauche dringend gute Noten!“
  • „Ich hasse Bio!“ bedeutet: „Da habe ich große Probleme.“
  • „Grammatik pauken ist vollkommen sinnlos!“ bedeutet: „Ich habe bereits alleine versucht,den Stoff nachzuholen – aber ohne Erfolg.“
  • „Der Maier ist ein Idiot!“ bedeutet:“Ich verstehe die Erklärungen meines Lehrers nicht.“
  • So helfen Sie Ihrem Kind, die richtige Nachhilfe zu finden

Wenn Sie und Ihr Kind sich für Nachhilfe entschieden haben, werden Sie auf zahlreiche Angebote stoßen. Die Frage ist, wer hilft Ihrem Kind am besten, wieder gute Noten zu schreiben: der Überflieger aus der gleichen Jahrgangsstufe, die Experten der Nachhilfe-Institute oder der pensionierte Lehrer?

 

Diese Checkliste hilft bei der Entscheidung:

  • Die „Chemie“ zwischen Schüler und Lehrer muss stimmen. Vereinbaren Sie deshalb eine Probestunde. Für Schüler ab Klasse 8 eignen sich Oberstufenschüler und Studenten: Sie haben das Wissen, zählen aber für die Jugendlichen noch nicht zu jenen Erwachsenen, mit denen sie am liebsten nichts zu tun haben wollen.
  • Nachhilfelehrer brauchen pädagogisches Geschick. Schüler, die viel nachzuholen haben, sind verunsichert, nicht selten richtig blockiert. Damit Nachhilfe gelingen kann, muss erst einmal Vertrauen aufgebaut werden. Erst dann schöpft das Kind wieder Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten, traut sich nachzufragen oder Wissenslücken zuzugeben und wird so bereit, neuen Stoff aufzunehmen.
  • Nachhilfe ist keine Hausaufgabenbetreuung. Sie sollte deshalb nur in Ausnahmefällen geschehen. Kreisen Sie mit Hilfe des Fachlehrers die Probleme genau ein: Welche Stoffgebiete werden nicht beherrscht? Welche Vorkenntnisse fehlen? Was kann und muss sich Ihr Kind selbst erarbeiten (zum Beispiel Vokabeln), wo braucht es Unterstützung? Im Idealfall ist der Nachhilfelehrer bei diesem Gespräch dabei. So weiß er genau, worum es geht, und kann die Lernmethoden mit dem Fachlehrer abstimmen.
  • Klotzen, nicht kleckern! Erfolgreich ist eine Art Nachhilfekur, etwa acht Wochen täglich zwei Stunden. Auf diese Weise lassen sich Lücken schnell füllen und – ganz wichtig! – der Schüler wird bald zurück in die Selbständigkeit entlassen. Nachhilfe als Dauereinrichtung empfiehlt sich nur in einem Fall: Das Kind hat in einem Fach eine Begabungsschwäche, ist sonst aber einwandfrei für die Schulart geeignet.
  • Noch ein paar Tipps in Sachen Nachhilfe:

Gut zu wissen: Eltern eignen sich nicht als Nachhilfelehrer. Ihnen mangelt es an Zeit, an gefühlsmäßiger Distanz, manchmal am Wissen und fast immer an der Kenntnis der aktuellen Unterrichtsmethoden.

Wichtiger Hinweis: Nachhilfe ist keine Lerntherapie. Bei Kindern mit einer Teilleistungsstörung, wie einer Lese-, Schreiboder Rechenschwäche oder auch bei einer Aufmerksamkeitsstörung wird sie keine echten Verbesserungen bringen.

Die Entwarnung: Wenn gute Noten erst einmal ausbleiben, muss das besprochen werden – aber es ist nicht automatisch ein Hinweis darauf, dass sich ein Kind nicht aus eigener Kraft verbessern könnte. Nur dann ist Nachhilfe richtig und wichtig!

 

Homepage:

http://www.eltern.de/schulkind/

Okt 15 2014

Berlin boomt, auch und vor allem beim Immobilienmarkt

In Berlin boomt es weiterhin und das in vielen Branchen. In keiner anderen Stadt Deutschlands werden so viel neue Unternehmen gegründet und so viel Kultur angeboten. Berlin ist auch Spitze bei den Übernachtungen bzw. den Besucherzahlen. Der Sitz der Regierung und die damit verbundenen Behörden und Firmen tun ihr Übriges. Auf der anderen Seite gibt es aber auch immer mehr Armut und prekäre Arbeitsverhältnisse. Die Arbeitslosenzahlen und die Zahl der Transferleistungsempfänger bleiben in Berlin konstant hoch.

 

Der Aufschwung in der Stadt schlägt jetzt voll auf den Immobilienmarkt durch. Eine Verdrängung von weniger zahlungskräftigen Mietern, ob Wohnungsmieter oder Gewerbemieter, kann man nicht leugnen. Stadtviertel wie Mitte, Friedrichshain, Prenzlauer Berg oder Charlottenburg sind z.B. für Empfänger von ALG2 (Hartz 4) nicht mehr bezahlbar. Sowohl im Mietbereich als auch beim Immobilienverkauf klettern die Preise in die Nähe des Niveaus von München, die als teuerste Stadt Deutschlands gilt. Auch in früher unattraktiven Bezirken wie Wedding, Moabit oder Neukölln ziehen die Preise für Mietwohnungen und Eigentumswohnungen an.

 

Um eine wirklich gute Immobilie, sei es Mietwohnung, Eigentumswohnung oder Gewerbeeinheit, zu kaufen oder zu mieten, reicht es nicht mehr aus, in die einschlägigen Immobilienbörsen im Internet zu recherchieren. Mehr Aussicht auf Erfolg hat die Beauftragung eines professionellen Maklers, der den Berliner Markt und im besten Fall Kontakte zu Eigentümern hat, die nicht nur Wert auf Rendite legen, sondern denen auch wichtig ist, welche Leute in den Objekten leben. Natürlich gibt es ein riesiges Angebot an Maklern in Berlin, um einen guten zu finden, sollte man sich im Freundes- und Bekanntenkreis umhören. Persönliche Empfehlungen bzw. Erfahrungen von anderen sind meist die beste Referenz. Ein seriöser Makler wird Sie entsprechend beraten und Ihnen sagen können, welches Objekt zu Ihnen passt, egal, ob Sie eine Eigentumswohnung in Berlin kaufen möchten, verkaufen möchten oder Sie für sich selbst oder eines Ihrer Kinder eine schöne Mietwohnung in Berlin suchen. In manchen Fällen ist es nicht verkehrt, wenn Sie mehrere Makler in Berlin aufsuchen und sich einen persönlichen Eindruck machen, bevor Sie einen Vermittlungsauftrag erteilen.

 

Experten zufolge ist zwar im Berliner Immobilienmarkt noch Luft nach oben, was die Preise für Eigentum und Miete angeht, aber die Steigerung hat sich stark abgebremst und wird sich auf hohem Niveau einpendeln. 

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