Jun 12 2012

Kinder haben Spaß und Freude an Gartenarbeit – selbst Blumen säen, Gemüse anpflanzen,…

Kinder helfen gerne im Garten, vor allem wenn sie ein eigenes kleines Beet bekommen, wo sie dann die Erde umgraben, hacken und zum säen und bepflanzen vorbereiten dürfen. Selbstverständlich braucht das Kind Ihre Unterstützung. Erklären Sie dem Kind wie man sät. Lassen Sie es beispielsweise selbst mit der Handkante eine Rille ziehen und die Samen hinein legen oder streuen (z.B. Kresse, Radieschen oder Karotten)  und danach die Rille wieder mit der Erde zudecken. An einer anderen Stelle darf es dann Pflänzchen setzen (z.B. Kopfsalat, Cocktailtomaten, Erdbeeren). Auch bunte Blumen dürfen im Kinderbeet nicht fehlen. Wählen Sie eine Mischung aus Blumen, die zu verschiedenen Zeiten übers Jahr verteilt blühen. Dadurch, dass sich dann immer etwas tut im Mini-Beet wird das Interesse des Kindes geweckt, denn Kinder sind sehr ungeduldig.

Kinder und Gartenarbeit - Kinder ernten im Garten © somenski - Fotolia.com

Kinder und Gartenarbeit – Kinder ernten im Garten © somenski – Fotolia.com

Achten Sie darauf, dass es schnell wachsende Pflanzen sind und möglichst welche, die Ihrem Kind schon bekannt sind.
Kresse ist besonders gut geeignet, weil sie schnell keimt und bereits nach ein paar Tagen schon grüne Spitzen aus der Erde kommen. Bei den Blumen z.B. Kapuzinerkresse und Sonnenblumen nehmen.
Kinder freuen sich unheimlich, wenn sie etwas ernten können, was sie selbst gesät oder gepflanzt haben. Natürlich schmecken das eigene Gemüse oder die eigenen Früchte auch besser. Ganz stolz sind Kinder, wenn sie ihrer Mama oder Oma Blumen aus dem eigenen Gärtchen schenken können.
Oftmals wollen sich die Kinder auch selbst um ihr kleines Gartenbeet kümmern (gießen, Unkraut jäten). Lassen Sie Ihr Kind das auch machen, denn es fühlt sich dann für „sein“ Stück Land verantwortlich.
Aufregend für die Kinder ist es auch, wenn sie z.B. Bekanntschaft mit einem Regenwurm in der Erde machen oder wenn ein kleines Mäuschen blitzschnell durch den Garten rast und ins nächste Mausloch flüchtet.

Sollte „der kleine Gärtner / die kleine Gärtnerin“ doch mal zwischendurch keine Lust haben sich um das Mini-Beet zu kümmern, so müssen Sie als Eltern das übernehmen. Meist kommt das Interesse dann wieder, wenn erste reife Früchte oder neue Blumen zum Vorschein kommen. Vorteilhaft ist es, wenn Pflanzen mehrmals übers Jahr Früchte bekommen wie z.B. die Monatserdbeere.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nichts in den Mund steckt, was direkt aus dem Beet kommt, denn einzelne Pflanzenteilchen können durchaus leicht giftig sein.

Tiere im Garten

Sagen Sie Ihren Kindern auch, dass es im Garten Tiere gibt wie z.B. Schnecken, denen junge Pflanzen besonders gut schmecken und die vielleicht dann mal über Nacht den Salat fressen. Sollte dies passieren werden Ihre Kinder nämlich ganz schön enttäuscht und wütend sein, aber sie sind dann wenigstens darauf vorbereitet.

Kindern kann in diesem Zusammenhang gleich vermittelt werden, dass es auch Tiere gibt, die gerne Schnecken, Würmer und Insekten fressen und wie wichtig es ist Tieren wie Igeln, Spitzmäusen, Vögeln,… in Hecken, Gebüsch und Bäumen im Garten genügend Unterschlupfmöglichkeiten zu geben.

Mini-Garten auf Balkon oder Fensterbank

Wenn kein Garten zur Verfügung steht können Kinder auf dem Balkon oder sogar auf der Fensterbank gärtnern. Statt einem Mini-Beet zieht man die Pflänzchen in einem Topf heran. Radieschen, Karotten, Salat und auch Kräuter können problemlos in Balkonkästen oder in größeren Töpfen oder Kübeln angepflanzt werden, auch bei vielen Blumensorten ist dies kein Problem. Meist fallen die Pflanzen dadurch eben kleiner aus, aber Hauptsache es macht ihrem Nachwuchs Spaß. Einen Vorteil gibt es beim Balkon- oder Indoor-Garten, Schnecken haben keine Chance.

Vorsicht mit Dünger, Gift, Chemie,…

Auf chemische Giftstoffe sollte verzichtet werden, ganz besonders natürlich im „Kinder-Gartenbeet“. Verwenden Sie allgemein im Garten möglichst nur biologischen Dünger und auch dieser muss von Kindern ferngehalten werden.

Kinder-Gartengeräte

Natürlich brauchen die Kleinen auch kindgerechtes Handwerkszeug wie eine kleine Hacke, Schaufel, Rechen und Gießkanne. Achten Sie beim Kauf der Kindergartengeräte darauf, dass sie möglichst abgerundete Kanten haben und stabil sind, denn es ist nichts frustrierenden als wenn eine Hacke oder Schaufel beim ersten Graben kaputt geht.
Eltern sollten ihren Sprösslingen auch gleich zeigen, wie man mit dem Gartenwerkzeug umgehen muss, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Beispielsweise sollte man darauf achten, dass die zackige Seite eines Rechens und die Kanten einer Schaufel oder Hacke immer nach unten abgelegt werden.

Quelle: http://www.vorname.com

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