Jan 03 2013

Versicherte zahlen bei Arzneien immer mehr dazu

Es gibt immer mehr Medikamente. Doch gesetzlich Krankenversicherte müssen in der Apotheke auch immer tiefer in die eigene Tasche greifen: Fast zwei Milliarden Euro zahlen Patienten in diesem Jahr dazu – rund 13 Prozent mehr als vor drei Jahren.
Die durchschnittliche Zuzahlung für ein verschreibungspflichtiges Medikament stieg per Ende Oktober um zehn Cent oder vier Prozent auf 2,60 Euro. Das berichtet die „Bild“ vom Dienstag unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Apothekerverbands (DAV). Im vergangenen Jahr mussten Kassenpatienten demnach im Durchschnitt 2,50 Euro pro Packung selbst tragen.

2009 betrug die durchschnittliche Zuzahlung nur 2,30 Euro. Damit beträgt das Plus innerhalb von drei Jahren rund 13 Prozent. Der DAV begründet den Anstieg unter anderem mit der steigenden Zahl zuzahlungspflichtiger Medikamente. Insgesamt werden die Versicherten in diesem Jahr fast zwei Milliarden Euro selbst dazu bezahlen.

Der Präsident des Sozialverbands SoVD, Adolf Bauer, kritisiert die steigende Belastung. „Patientinnen und Patienten werden einseitig belastet“, sagte er der „Bild“. Er forderte die Politik zum Eingreifen auf, damit die „Idee der paritätischen Finanzierung“ nicht auf der Strecke bleibt.

 

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