Okt 21 2012

Wenn die Mieze auf die Couch muss: Katzentherapeutin Birga Dexel hilft ab dem 3. November um 19:10 Uhr überforderten Katzenbesitzern in der neuen, dreiteiligen VOX-Coaching-Doku

Köln (ots) – Katzen haben ihren eigenen Kopf und erziehen eher ihre Besitzer als umgekehrt – so jedenfalls die Meinung vieler Katzenhalter. Aber trifft das tatsächlich für die rund 12,3 Millionen* Stubentiger in deutschen Haushalten zu? Im Gegensatz zu Problemhunden oder -pferden, die bereits von zahlreichen Experten therapiert und trainiert werden, blieb die Katze mit ihrem undurchschaubaren Wesen beim Tiertraining bisher außen vor. Auch wenn viele Katzenbesitzer gerade die Eigenheit und Unabhängigkeit ihrer Miezen lieben, können Verhaltensauffälligkeiten die Beziehung zwischen Mensch und Tier bis zum Äußersten strapazieren und sogar zur Trennung vom Vierbeiner führen. Wer hilft, wenn die geliebte Katze unaufhörlich kratzt und beißt, die Wohnung verwüstet und das Katzenklo ignoriert? Hier kommt Birga Dexel ins Spiel: Die Katzentherapeutin beweist ab dem 3. November in der neuen, dreiteiligen VOX-Coaching-Doku „Katzenjammer“, dass auch Katzen „erziehbar“ sind.

Bereits in der ersten Sendung wird Birga Dexel mit zwei besonders schwierigen Fällen konfrontiert:

Stefanie Beckstein hat ihren Kater „Casimir“ mit acht Wochen von einem Bauernhof zu sich geholt. Mittlerweile ist der aufmüpfige Haustiger ein Jahr alt und bringt seine Besitzerin regelmäßig zur Verzweiflung: Der kleine Kater springt alles an, was sich bewegt und fügt Stefanie dabei auch schmerzende Wunden zu – vor allem auf nacktes Fleisch an Händen und Beinen scheint er aggressiv zu reagieren. Besonders schlimm wird es, wenn die Hamburgerin abends ins Bett gehen möchte und Richtung Schlafzimmer geht: „Casimir“ wird zur wahren Kampfkatze, greift Stefanies Beine an und krallt sich fest – „Wie eine Schlange, die zuschlägt“, beschreibt Stefanie die regelmäßigen Attacken ihres Katers. Es scheint, als wolle „Casimir“ seine Besitzerin vom Schlafen abhalten: Nachts kratzt er an der Schlafzimmertür und versucht sich unter der Tür durchzugraben. Hilflos und entnervt bittet Stefanie Beckstein schließlich Birga Dexel um Rat. Die Katzenexpertin hat den Verdacht, dass „Casimir“ zu früh von seinen Katzengeschwistern getrennt wurde und somit nie die Grenzen zwischen „Spiel“ und „Ernst“ gelernt hat- ein Verdacht, der sich schnell bestätigt.

„Balou“ und „Mogli“ sind aufgeweckte, freilaufende Kater, die Lisa Perau als Katzenkinder aus dem Tierheim zu sich geholt hat. Die zwei kleinen Kater wurden damals verwaist im Wald gefunden. Trotz langer Streifzüge in der Nachbarschaft und viel Ausgang markieren die Katzengeschwister Lisas gesamte Wohnung: Sofas, Tapeten, Teppiche und Vorhänge werden unentwegt angepinkelt, so dass die Wohnung der jungen Norddeutschen mittlerweile wie ein großes Katzenklo riecht. Als wäre das nicht genug, jagen und verprügeln sich die Kater seit einiger Zeit und tyrannisieren die Katzen der gesamten Nachbarschaft. Lisa ist hilflos und hat schon das Gefühl, „Balou“ und „Mogli“ hätten sich gegen sie verschworen. Sie liebt ihre beiden Kater sehr und will keinen von ihnen abgeben. Damit Lisa, „Balou“ und „Mogli“ wieder ein funktionierendes Team bilden können, muss Katzenexpertin Birga Dexel der überforderten Besitzerin klar machen, warum sich ihre Kater so benehmen und was sie dagegen tun kann.

Katzenexpertin Birga Dexel spricht im Interview über „Katzenjammer“, ihre Berufung als Katzentherapeutin und ihre Liebe zu Katzen:

Was hat Sie bewegt, bei der Coaching-Doku mitzumachen? Birga Dexel: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Zuschauern die Perspektive von Katzen zu verdeutlichen und ihnen innovative, zeitgemäße Lösungen für Katzenprobleme zu zeigen. Ich möchte Katzenhalter motivieren, sich aktiv mit ihren Katzen auseinanderzusetzen – zeigen, was in Katzen steckt und wozu sie fähig sind. Zudem ist vielen Katzenhaltern überhaupt nicht bewusst, dass es professionelle Hilfe für Verhaltensauffälligkeiten bei Katzen gibt. Hundehalter wissen, dass sie den Hundetrainer rufen, wenn Probleme auftauchen, für Katzenleute ist das noch weitgehend Neuland. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir mit ‚Katzenjammer‘ dazu beitragen könnten, mit Klischees über Katzen und Katzenhaltung aufzuräumen.“

Was können die Zuschauer erwarten, wenn sie einschalten? Birga Dexel: „Wir werden sehr interessante Verhaltensproblematiken und ungewöhnliche Lösungsansätze zeigen. Ich denke, viele Katzenhalter werden einiges wiedererkennen: sowohl die Probleme als auch ihre eigenen Reaktionen darauf. Häufig kommt es zu sehr emotionalen Reaktionen bei Mensch und Tier. Schließlich geht es mitunter darum, ob die Katze als Familienmitglied bleiben kann oder ob wir der Katze helfen können, ohne Stress oder Schmerzen zu leben. Für viele Zuschauer ist sicherlich neu: Auch unter Katzen wird gemobbt. Wir sehen auch Katzen, die unter den gut gemeinten Absichten ihrer Halter mitunter enorm leiden. Dabei handelt es sich zumeist um Missverständnisse zwischen Mensch und Tier.“

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen? Birga Dexel: „Ich habe viele Jahre ein Artenschutzprojekt für den vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden geleitet. Im Rahmen des Projektes wurde eine Wildhütereinheit in der zentralasiatischen Republik Kirgisistan aufgebaut und die Ranger haben relativ schnell nach Gründung der Truppe illegal gefangene lebende Schneeleoparden konfisziert. Da es vor Ort wenig Erfahrung mit der Haltung gab und auch keine Zoos, die sich damit auskannten, habe ich mich in alle Bereiche, die die Haltung von Schneeleoparden in Gefangenschaft sowie ihr Verhalten betrifft, eingearbeitet. Durch den Kontakt mit den Großkatzen habe ich immer wieder festgestellt, dass es gar nicht so gravierende Unterschiede zwischen dem Verhalten der Großen und unserer Hauskatzen als Abkömmlinge der Falbkatzen gibt. Da viele andere Experten dies auch so sehen, habe ich angefangen, mich intensiv mit dem Verhalten von Hauskatzen, Verhaltensproblemen und ihren Ursachen zu beschäftigen. Dabei war es mir immer ein Anliegen, nur katzengerechte und gewaltfreie Lösungsansätze zu verfolgen, die das Problem und nicht die Symptome behandeln.“

Wie kam es, dass Sie Katzen „erziehen“ wollten? Was war der Auslöser, da allgemein behauptet wird, Katzen seien unerziehbar? Birga Dexel: „Wie so vieles, was über Katzen geschrieben und behauptet wird, ist es ein Mythos, dass Katzen nicht trainierbar wären. Katzen gehören im Haustierbereich neben Tauben zu den Tieren, die am schnellsten lernen. Früher gab es weder das nötige Wissen über Katzen noch die räumliche und emotionale Nähe zu ihnen, vor allem keine adäquaten Trainingsmethoden. Ich will Katzen nicht erziehen, sondern Katzenhalter dabei unterstützen, bessere Kommunikationswege mit ihrer Katze zu finden. Trainierte Katzen sind ausgeglichener und glücklicher, weil wir ihnen helfen, unsere Welt zu verstehen.“

Welche Eigenschaft mögen Sie am meisten an Katzen? Birga Dexel: „ALLE! Eigenständigkeit und Anschmiegsamkeit. Jede Katze ist eine autarke Persönlichkeit. Katzen lassen sich auch durch Gewalt zu nichts zwingen, bleiben sich selbst immer treu. Katzen sind wunderschön, sie sind Meisterwerke der Natur!“

Achtung: Verwendung der Zitate nur bei Quellenangabe VOX-„Katzenjammer“ und Sendehinweis.

Das ausführliche Interview und eine Biografie von Birga Dexel finden Sie im VOX-Pressezentrum unter http://kommunikation.vox.de.

„Katzenjammer“ ab 3. November um 19:10 Uhr bei VOX!

Produziert wird „Katzenjammer“ von DOCMA TV.

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