Sep 28 2016

Schwitzen, aber richtig

Wie viel Schweiß ist normal? Brauche ich ein aluminiumfreies Deo und wie wirkt sich die Achselrasur aus? Eine Dermatologin erklärt, wie Sie stressfrei transpirieren.

 

Dr. Lea Geimer ist Fachärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU und betreut viele Patienten, die sehr stark schwitzen.

SZ.de: Sichtbar zu schwitzen, vielleicht sogar zu riechen, ist unangenehm. Was raten Sie in dem Fall?

Lea Geimer: Frischer Schweiß ist geruchlos, der Geruch entsteht erst, wenn der Schweiß in Kontakt mit bestimmten Bakterien auf der Haut kommt. Daher hilft es, die Bakterienbesiedlung zu reduzieren, indem man die Hautpartien mit antibakteriellen Lotionen wäscht und das Achselhaar rasiert. Zusätzlich empfehlen wir das Tragen weiter Baumwollkleidung. Auch handelsübliche Deos helfen.

In den Drogerien sieht man mittlerweile viele aluminiumfreie Deos. Eine überfällige Entwicklung?

Viele Menschen machen sich Sorgen, dass das Aluminiumchlorid in Deos Erkrankungen wie Alzheimer oder Brustkrebs auslösen können. Es gibt bisher aber keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür. Das Bundesinstitut für Risikoforschung kommt zu dem Schluss, dass es ein Zusammenhang zwischen Aluminium und den Erkrankungen nicht belegt ist.

Also sehen Sie keinen Grund, auf Aluminium in Deodorants zu verzichten?

Man muss die Situation beobachten. Aber im Moment rate ich nicht pauschal von diesen Produkten ab. Man muss bedenken, dass das Aluminiumchlorid in den Deos gut wirksam ist, vor allem beim Schwitzen im Achselbereich. Es blockiert die Gänge der Schweißdrüsen und hemmt damit den Schweißfluss.

Wie viel Schwitzen ist normal?

Schwitzen ist ein lebensnotwendiger Prozess, der der Wärmeregulierung dient. Alles was deutlich über diese Erfordernisse hinausgeht, bezeichnen wir als Hyperhidrose, also krankhaftes Schwitzen. Sie kann auf Basis einer Grunderkrankung, beispielsweise einer Schilddrüsen-Überfunktion, entstehen. Sie kann aber auch als eigenständiges Symptom vorkommen. In dem Fall tritt sie meist familiär gehäuft auf und beginnt schon vor dem 25. Lebensjahr.

Die Sprache der Haut

Unsere Haut zeigt Krankheiten, Gewohnheiten und Emotionen an. Doch längst nicht immer ist dem Träger die Botschaft klar: Was bedeutet es, wenn die Haut ganz plötzlich knallrot wird oder orange schimmert? Und was verrät Schwitzen? Über die Körpersignale der Haut. Von Berit Uhlmann mehr … Ratgeber Haut

Wo genau verläuft die Grenze zwischen normalem und krankhaftem Schwitzen?

Es gibt keinerlei Grenz- oder Messwerte, mit der eine Hyperhidrose festgestellt werden kann, also auch keine bestimmte Schweißmenge, die als krankhaft gilt. Anzeichen der Hyperhidrose sind unter anderem, dass das starke Schwitzen unabhängig von der äußeren Temperatur und unwillkürlich auftritt. Meist passiert es häufiger als einmal die Woche und immer an der gleichen Körperstelle.

Das hört sich nach hohem Leidensdruck an …

Ja, die Patienten können sehr leiden. Das Schwitzen tritt ja oft anfallsartig und unvorhersehbar auf. Die Betroffenen fühlen sich sozial eingeschränkt und meiden mitunter den näheren Kontakt zu anderen Menschen.

Wie helfen Sie den Betroffenen?

Wenn eine Grunderkrankung vorliegt, muss diese behandelt werden. Ansonsten können zunächst Roller oder Cremes mit Aluminiumchlorid verwendet werden. Bei stark schwitzenden Händen und Füßen kann die sogenannte Leitungswasser-Iontophorese angewandt werden. Hände oder Füße werden in Wasser getaucht, durch die ein Gleichstrom fließt. Dies führt dazu, dass die Schweißdrüsen weniger erregbar sind. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für ein Heimgerät.

Was ist mit Botox?

Botulinumtoxin A kann unter die Haut von Achseln, Hand- und Fußinnenflächen gespritzt werden. Es blockiert Nervenimpulse, die die Schweißdrüsen aktivieren. Die Wirkung hält etwa sechs Monate an, danach muss die Behandlung meist wiederholt werden. Allerdings zahlen die gesetzlichen Kassen sie nicht.

Gibt es Bedenken gegen das Mittel?

Die Behandlung wirkt sehr zuverlässig und ist in der Regel sehr sicher.

Und wenn das alles nicht hilft?

Es existieren noch operative Verfahren, zum Beispiel das chirurgische Abtragen oder Absaugen der Schweißdrüsen. Ob der Eingriff wirklich nötig ist, muss individuell entschieden werden.

 

Gesehen auf:

www.sueddeutsche.de

Sep 04 2016

5 Frauentypen, die es schwer haben, einen Mann zu finden

Jeder hat diese eine Freundin, die gefühlt Dauer-Single ist. Manchmal hat man eine leise Ahnung, woran es liegen könnte. Oft kann man es aber überhaupt nicht verstehen. Klar, Geschmäcker sind verschieden und für jedes Töpfchen gibt es ein Deckelchen. Diese Frauentypen tun sich aber meist schwerer, den Traumprinzen zu finden, als die anderen.

1. Die Dominante

Sicher, es gibt Männer, die stehen total auf Frauen, die den Ton angeben. Die meisten  fühlen sich aber nicht mehr männlich genug, wenn sie mit einer dominanten Frau zusammen sind. Gleichberechtigung? Na, klar! Aber unterbuttern lassen wollen sie sich nicht. Die perfekte Mischung: eine selbstbewusste und selbstständige Frau, die sich aber regelmäßig von ihm in den Arm nehmen lässt.

2. Die „Ich kann alles“-Frau

Regal anbringen, den Computer flott machen, die schweren Tüten rauf schleppen. Eine Frau, die alles kann und am liebsten auch selbst in die Hand nimmt, kann Männer leicht verschrecken. Denn sie fühlen sich gerne gebraucht und möchten den Beschützer spielen. Die „Ich kann alles“-Frau sollte vielleicht deshalb öfter mal einen Gang zurückschalten und sich vom Mann ein wenig betüddeln lassen. Ganz ehrlich: Tut doch auch mal gut!

3. Die Unsichere

Ich kann nichts, ich bin nicht hübsch und überhaupt ist doch alles doof. Wer so denkt, wirkt nicht gerade magnetisch anziehend auf Männer. Sie lieben Frauen mit einer positiven Ausstrahlung, die auch mal die Initiative ergreifen können. Und wenn die Freundin im Reinen mit sich selbst ist, agiert sie auch viel selbstbewusster im Bett. Der erste Schritt aus der Unsicherheits-Falle ist zu lernen, sich selbst zu lieben.

4. Die Zicke

Ja, mit diesem Typ Mensch mag sich wohl niemand gern umgeben. Diskussionen? Super! Aber ewiges Genörgel und Streitlust überfordern Männer nunmal. Die Zicke sollte sich öfter fragen: Würde ich selbst gerne mit mir zusammen sein? Und sie sollte an ihrer Wertschätzung für anderen Menschen arbeiten. Keiner möchte ihr etwas Böses!

5. Die Perfektionistin

Er muss gut aussehen (Sixpack, klar), viel verdienen, unheimlich klug und gebildet sein … Ja und natürlich dieselbe Musik hören. Und Hunde mögen. Und um Gottes Willen, er darf keine Cordhosen tragen oder unsportlich sein. Ähm…ja…so jemanden kann man finden. Ist es aber nicht viel wichtiger, dass man sich gut versteht? Klar sollte man Ansprüche an einen Mann haben. Aber sich mit nichts Geringerem als den Hollywood-Traumprinzen zufrieden zu geben, steht dem Glück einfach im Wege. Immer schön realistisch bleiben!

Entdeckt auf:

http://www.brigitte.de/liebe/singles/

Jun 11 2016

Kinder an die Smartphones!

Vor ein paar Tagen wischte ich mich durch die Fotogalerie meines Smartphones, auf der Suche nach einem bestimmten Bild. Plötzlich stoppte mein Finger. „Was war denn das?“, schoss es mir durch den Kopf. Auf dem Foto war ein rechtes Bein zu sehen, im blaugeringelten Schlafanzug. Es gehörte definitiv zu meinem Sohn, soviel war klar. Wie aber kam das Bein in die Fotogalerie? Als ich ihn rief und genau das fragte, schaute er mich mit seinem schuldbewussten Blick an: senkte die Augen und ließ Blasen aus seinem Mund blubbern.

Was fragte ich auch so blöd, die Antwort lag ja auf der Hand. Wann immer er eine Gelegenheit fand, „lieh“ er sich mein Gerät aus. Zog es aus meiner Tasche. Stibitzte es, während es zum Aufladen an der Steckdose hing. Oder nahm es beim Vorbeilaufen ganz einfach vom Tisch. Den letzten Versuch hat er wohl unfreiwillig dokumentiert. Mein Sohn ist zweieinhalb Jahre alt. Manche würden nun schreiend zusammenbrechen und ihn für einen perfekten Beleg für ihr ausgemachtes Horrorszenario halten: Wir alle verblöden in der digitalen Welt. Wir sind süchtig nach den Geräten, die uns mit ihr verbinden. Wir verarmen letztlich nicht nur geistig, sondern auch sozial. Und lassen dabei unsere Kinder verwahrlosen.

Einer der führenden Vertreter dieser Auffassung ist Manfred Spitzer. Ein Bestsellerautor mit Arztausbildung und telegener Begabung. Erst vergangenen Montag zeigte er wieder sein ganzes Können, als er in der Sendung „Hart aber fair“ allen die Leviten las, weil sie sich durch das Internet ihre Gesundheit ruinierten. „Die Folgen der Digital-Ära sind weit schlimmer für die Menschheit als es Nikotin je war.“ So lautet seine neuste Devise.

Wie gut, dass ich wenigstens nicht mehr rauche. Ansonsten könnte es um mich nicht mehr schlimmer stehen: Ich habe viereckige Augen, bin fantasiearm, bewegungsfaul, tendenziell verfettet. Asozial. Und das alles nur, weil ich in meiner Kindheit und Jugend mehr ferngesehen habe, obwohl doch damals genügend Fachleute vor den Folgen des Fernsehkonsums gewarnt hatten. Bei mir ist die Fehlentwicklung sogar so weit fortgeschritten, dass ich nur lesen lernen wollte, um in der Fernsehzeitung das Programm und die Anfangszeiten selbst nachlesen zu können. (Wie, Pumuckl ist schon lange vorbei?) Heute trage ich mein Smartphone stets mit mir und lasse meine Kinder auf Youtube Filmchen schauen. Wie sollte so jemand den Nachwuchs vor der digitalen Verblödung bewahren?!

Aber solche Bewahrer braucht es doch gar nicht! Das sagen zumindest die anderen, die auch manchmal im Fernsehen auftreten, zum Glück auch an jenem Montagabend bei „Hart aber Fair“. Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar konnte den Spitzers dieser Welt eine einfache und auch beruhigende Erklärung entgegensetzen, zumindest was die Smartphones angeht: „Das ist ein tolles Gerät, das ist Magie“. Es treffe den Nerv der Gesellschaft.

Mein Sohn sieht das genauso. Denn das Gerät reagiert ganz so, wie es in seiner kindlichen Welt auch zugeht: Wenn man mit dem Finger drauf patscht, passiert etwas. Manchmal macht es klick, dann hat man ein Foto, das man anschauen kann. Manchmal macht es Töne. Dann wieder klingelt es und man kann mit Menschen sprechen, die sich darin versteckt haben. Falls es ein Kind geben sollte, das von so einem Gerät nicht fasziniert ist, müsste man sich um dieses Kind wirklich Sorgen machen.

Dürfen meine und andere Kinder in diesen jungen Jahren trotzdem ständig und grenzenlos mit meinem Smartphone agieren? Nein, dürfen sie natürlich nicht. Wenn man ihnen das auf gute Weise klar machen will, dann lebt man es ihnen am besten vor anstatt es ihnen zu verbieten. Man hat selbst sein Smartphone nicht ständig am Ohr oder vor der Nase. Man steckt Zeiten ab, in denen man Fotos anschaut oder aufnimmt, in denen man telefoniert oder chattet. Zwischendurch gibt es viele Phasen, in denen man einfach nur isst, spazieren geht, schläft oder ein Buch liest. Wer verhindern möchte, dass Kinder mit dem Internet verblöden, muss ihnen den Umgang damit beibringen. Am besten so früh wie möglich. Denn die digitale Welt ist ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens. Sie wird nicht mehr verschwinden – allen Apokalyptikern zum Trotz.

Und gerade uns Eltern ermöglicht sie einen ungeheueren Fortschritt: Mit der digitalen Technik lassen sich Beruf und Familie besser vereinbaren. Wir sind in der Lage, orts- und zeitunabhängiger zu arbeiten. Um so seltsamer doch, dass uns Eltern ständig ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, wenn sich unsere Kinder auch für diese Technik interessieren.

Die Sozialpsychologin Sonia Livingstone forscht seit 25 Jahren im Bereich Jugend- und Kindermediennutzung. In einer Studie mit Eltern von Kindern im Alter zwischen drei und acht Jahren hat sie festgestellt, dass es viele Eltern als Versagen empfinden, wenn sich ihre Kinder mit dem Smartphone oder auch mit Youtube-Filmchen beschäftigen. „Sogar in diesem digitalen Zeitalter herrscht die Annahme vor, dass gute Eltern ihre Kinder von digitalen Medien fernhalten.“ Sie weist darauf hin, dass mittlerweile jedoch auch die jüngeren Eltern einer Generation angehören, die selbstverständlich mit dem Internet aufgewachsen ist. Die mit der Technik und ihren Daten gut umzugehen weiß.

Statt uns ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen, sollten wir im Gegenteil eine Debatte darüber führen, in welchem Umfang dieser Medienkonsum gut und sinnvoll ist. Das schlägt Livingstone vor. Und dabei mehr Angebote einfordern, die kind- und altersgerecht sind. Klingt sehr plausibel.

 

Original-Artikel:

http://www.nido.de/artikel

Mai 22 2016

10 Dinge, die ihr bei eurem Chef einfordern solltet

 

1. Überstundenausgleich

Ganz ehrlich: Viele leisten doch weit mehr Arbeits- und Überstunden ab, als im Vertrag festgehalten. Das ist arbeitsrechtlich nicht erlaubt! Klar muss man nicht gleich zum Chef rennen, weil man mal eine Stunde länger da war. Aber wenn das zur Regel wird, solltet ihr mit eurem Chef unbedingt darüber reden, wie man die Aufgaben besser verteilen kann und einen Ausgleich für eure Überstunden einfordern. Seht mal im Vertrag nach – vielleicht findet ihr dort eine Regelung, wie Überstunden abgegolten werden.

2. Arbeit in Teilzeit

Ihr wollt zum Beispiel mehr Zeit für die Familie oder Weiterbildung haben? Dann könnt ihr eine Teilzeit-Regelung bei eurem Chef beantragen. Im Gesetz heißt es: „Der Teilzeitanspruch gilt für Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis bereits länger als sechs Monate bestanden hat“ (§ 8 Abs. l TzBfG) und deren Arbeitgeber in der Regel mehr als l5 Arbeitnehmer beschäftigt (§ 8 Abs. 7 TzBfG). Sprechen allerdings „betriebliche Gründe“ wie Engpässe in der Organisation dagegen, kann euer Chef den Antrag ablehnen. Ihr solltet es aber auf jeden Fall versuchen!

3. Flexible Arbeitszeiten

Laut des Jobbewertungsportals „kununu“ wünschen sich 51,43 Prozent der Arbeitnehmer flexiblere Arbeitszeiten. In manchen Jobs ist Gleitzeit nicht möglich. Oft aber macht es gar keinen Unterschied, ob ihr von 8 bis 17 Uhr in der Arbeit sitzt oder von 9 bis 18 Uhr. Ihr solltet auf jeden Fall einen Gesprächstermin bei eurem Chef vereinbaren – und einfach mal fragen. Das Gleiche gilt für Homeoffice. Kununu hat erhoben: Über ein Drittel der Arbeitnehmer würde sich wünschen, auch von zu Hause arbeiten zu können. In vielen Branchen ist das möglich!

4. Angemessene Bezahlung

In vielen Berufen ist es immer noch so, dass wir Frauen weniger verdienen als Männer. Verpasst deshalb keine Gelegenheit für ein Gehaltsgespräch und fordert eine branchenübliche Bezahlung! Wichtig: Legt dar, WARUM ihr mehr Geld verdient habt und gebt Beispiele für erfolgreiche Projekte.

5. Betriebliche Rente

Was längst nicht alle wissen: Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge. Das heißt, man kann Teile seines Gehalts in die Rente investieren, ohne Steuern und Sozialabgaben darauf zu zahlen. Das Gute: Viele Arbeitgeber bezuschussen den Betrag noch. Überraschend: Laut kununu ist die betriebliche Rente nur jedem zehnten Arbeitnehmer wichtig. Dabei sollte jeder, der noch nicht fürs Alter vorgesorgt hat, mit seinem Finanzberater sprechen – und gleich danach mit seinem Chef!

6. Mehr Verantwortung

Ihr habt das Gefühl, ihr könnt mehr leisten? Dann sagt es eurem Chef! Schlagt konkret vor, welche neuen Aufgaben ihr euch vorstellen könnt und warum – vielleicht ergibt sich sogar ein Aufstieg auf der Karrierereleiter!

7. Arbeitszeugnis

Nach der Kündigung gerät das schnell mal in Vergessenheit. Fordert das Zeugnis aktiv bei eurem Arbeitgeber ein – sonst kommt es unter Umständen nie! Und ihr ärgert euch nachträglich über die fehlenden Unterlagen für euren Lebenslauf!

8. Bildungsurlaub

In den meisten Bundesländern habt ihr einen Anspruch auf bezahlten Urlaub (meist 5 bis 10 Tage) für Weiterbildung. Wenn ihr euch weiterentwickeln möchtet, solltet ihr den auch einfordern! Mit Hilfe des Deutschen Bildungsservers könnt ihr euch informieren, wie viele Tage euch in eurer Region zustehen.

9. Ergonomischen Arbeitsplatz

Der Tisch ist zu hoch, der Stuhl zu tief? Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern den Arbeitsplatz so einzurichten, dass sie keine körperlichen oder seelischen Schäden davontragen. Spätestens, wenn ihr merkt, dass ihr mit Schmerzen nach Hause geht, solltet ihr mit eurem Chef sprechen!

10. Feedback

Ihr ackert und ackert und ackert – und nichts passiert? Kein Lob, kein Tadel, ihr bekommt gar keine Rückmeldung? Frustrierend. Schließlich möchte man wissen, wie gut man den Job macht. Wenn euer Chef nicht von selbst Mitarbeiter-Gespräche anbietet, solltet ihr unbedingt darauf bestehen. Nur so könnt ihr euch verbessern und auch die Grundlage für Gehaltsgespräche schaffen.

Zur Anbieter-Website:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/

Mai 17 2016

Schlafstörungen: Erst Verhaltenstherapie, dann Medikamente

Schlafstörungen: Erst Verhaltenstherapie, dann Medikamente Die kognitive Verhaltenstherapie empfehlen US-amerikanische Ärzte als First-Line-Behandlung für erwachsene Patienten mit chronischen Schlafstörungen. Erst wenn die nicht-medikamentöse Therapie keinen Erfolg bringt, könnten Arzneimittel in Absprache mit dem Betroffenen und nach Aufklärung über Kosten, Nutzen und Risiken der Präparate ergänzend für kurze Zeit zum Einsatz kommen. Das halten die Experten des American College of Physicians (ACP) erstmals in einer Leitlinie fest, die jetzt im Fachjournal «Annals of Internal Medicine» erschien.
 
Aus Sicht von ACP-Präsident Dr. Wayne Riley haben die Wirkstoffe, die bei Schlafstörungen angewendet werden, schlichtweg zu viele Nebenwirkungen. «Obwohl es bislang keinen direkten Vergleich gibt, ist es sehr wahrscheinlich, dass die kognitive Verhaltenstherapie weniger schädlich ist als die medikamentöse Behandlung», sagte er. In der neuen Leitlinie erhält sie daher klar den Vorzug vor der Pharmakotherapie.
 
Das Konzept umfasst eine Vielzahl verschiedener Methoden wie etwa Schlafrestriktion, Aufklärung zur richtigen Schlafhygiene und die Stimulus-Kontroll-Technik. Die Patienten könnten sich in Einzel- und Gruppentherapien, telefon- und webbasierten Modulen oder mittels Selbsthilfebüchern schulen lassen, so die ACP-Spezialisten. «Medikamente sollten im Idealfall nicht länger als vier bis fünf Wochen angewendet werden. Anschließend sollte der Patient in der Lage sein, die Schlaflosigkeit mit den erlernten Fähigkeiten langfristig in den Griff zu bekommen», sagte Riley. Andernfalls müsse der Arzt andere, behandelbare Erkrankungen als Ursache für die Insomnie in Betracht ziehen. Das könnten etwa Depressionen, eine vergrößerte Prostata, der Missbrauch von Arznei- und Suchtmitteln, Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom sein. 

Original-Quelle:

www.pharmazeutische-zeitung.de

Mrz 15 2016

Die Probleme in heutigen Haushalten mit der IT

Ja, natürlich, es ist schon richtig, dass die Computertechnologie und natürlich das Internet unser Leben wesentlich erleichtern. Manche Sachen kann man sich als jemand, der ohne Internet und Heim-PC und Handy aufgewachsen ist, gar nicht mehr vorstellen. Man fragt sich ab und zu, wie viel Zeit man für manche Recherche oder einfach eine Fahrplanauskunft zum Beispiel aufbringen musste im Vergleich zu heutigen Zeiten, wo man jederzeit und fast von überall online gehen kann. Nun gibt es, wie meine Mutter immer sagt, in jedem Paradies eine Schlange. In diesem Fall haben wir es gleich mit mehreren Schlangen. Das fängt schon damit an, dass es in der Natur der Sache liegt, dass Technik, die immer komplexer wird, zwangsläufig Fehler verursacht. Waren Sie schon mal in einer Familie, während der Internet-Router ausfällt und keiner mehr ins Netz kann? Oder das Handy gerade dann abstürzt, wenn man mit einer geliebten Person chattet? Oder der Drucker genau in dem Moment die Verbindung aus unbekannten Gründen verliert, wenn man ihn ganz dringend braucht?
Häufig hilft dann nur noch ein Fachmann, der einem hier aus der Klemme hilft. Bloß, auch hier ist es schwierig, einen kompetenten Experten für IT zu finden. Immerhin gibt es schon einen gewissen Unterschied, ob jemand meine Waschmaschine repariert oder in meinen Computer sehen kann. Heutzutage ist doch auf dem heimischen PC oder dem Smartphone das ganze Leben gespeichert. Fotos, Videos, Mails, Chat-Verläufe, Bankkonten, berufliche Sachen, einfach vieles, was man einem Fremden nicht unbedingt zeigen möchte. Ich habe da richtig Glück gehabt und eine hervorragende PC Hilfe Berlin gefunden. Ohne einen solchen IT-Experten verliert man einfach zu viel Zeit, die meisten Leute bringen schließlich ihr Auto auch in die Werkstatt. Nicht nur im beruflichen Leben ist ein funktionierende PC-Technik heutzutage elementar, auch im privaten Bereich sollte man sich rechtzeitig um einen guten PC-Fachmann oder möchten Sie mit einer pubertierenden Tochter darüber diskutieren, warum das Internet nicht geht? Ach so, natürlich, hier noch die Adresse von der PC Hilfe Berlin.
Mrz 07 2016

7 Fallen, in die Freizeit-Psychologen tappen können

Als Frau muss man nicht Psychologie studiert haben, um eine Meinung zu sensiblen Themen zu haben. Und so werden in Freundinnen-Runden die Tiefen und Höhen des Lebens durchanalysiert – gern mit dem passenden Rat, den man irgendwo aufgeschnappt hat. Das brauchen Frauen einfach.

Aber so nett es auch ist, anderen zur Seite zur stehen. Nicht jedes Gespräch tut auch gut. Denn die Ratschläge, die wir anderen so vehement geben, beziehen sich oft auf Schwächen, mit denen wir selbst zu tun haben. Wir projizieren sie auf andere.

Hobbypsychologen sollten sich daher immer bewusst sein, dass sie nicht neutral sind – und nicht Psychologie studiert haben.

Damit man trotzdem nicht auf die vielen Gespräche mit Freundinnen verzichten muss, kommen hier unsere Tipps:

1. Man kann auch falsch liegen

Der Naturforscher Isaac Newton hat einmal gesagt: „Ich kann die Bewegungen der Himmelskörper berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen.“ Will heißen, jeder Mensch ist anders und jeder Mensch hat andere Probleme. Deshalb können Pauschaltipps auch nicht jedem helfen. Das darf man nicht vergessen.

2. Aus der Ich-Perspektive sprechen

Da Hobbypsychologen sich nie, wie gesagt, hundertprozentig in die Gefühlswelt der anderen einfühlen können, sollten ihre Ratschläge klar aus der Ich-Perspektive formuliert werden. Das gibt dem anderen die Möglichkeit, selbst abzuwägen, was er davon annehmen möchte oder nicht. Alles andere geht in die Richtung Manipulation. Also immer so anfangen: „Ich glaube/denke/empfinde das Problem so …“

3. Vorsicht vor Stigmatisierung

Eine Freundin heult sich aus und der andere resümiert: „Oh, das hört sich so an, als hättest du eine Depression.“ Bei solchen Begriffen sollte man vorsichtig sein. Erstens kann eine Diagnose nur ein Facharzt stellen und zweitens wertet das den Gesprächspartner in diesem Moment ab, weil bestimmte Wörter wie „Depressionen“ heute negativ besetzt sind. Wer ernsthaft besorgt ist, sollte den anderen ermutigen, das Gespräch bei einem Arzt zu suchen. Aber nicht die Stimmung noch weiter in den Keller treiben.

4. Wer Ratschläge gibt, muss auch Ratschläge annehmen können

Die Probleme haben nur die anderen? Wohl eher nicht. Wer gern andere queranalysiert, muss auch annehmen können, wenn man selbst unter die Lupe genommen wird.

5. Sich nicht über den anderen stellen

Niemand sollte von oben herab einen Ratschlag erteilen. Das führt nicht dazu, dass andere einem vertrauen. Außerdem ist es ein Zeichen von Respekt, dem Gesprächspartner auf Augenhöhe zu begegnen.

6. Nicht zu schnell urteilen

Kein Therapeut würde sich die Probleme seiner Patienten anhören und nach drei Sätzen bereits unterbrechen. Obwohl sie wahrscheinlich wirklich häufig ähnlich gelagerte Probleme hören. Das sollte man auch im Privatleben nicht vergessen. Es braucht Zeit und Geduld, um einen anderen Menschen wirklich zu verstehen.

7. Den anderen sprechen lassen

Oft brauchen Freundinnen und/oder der Partner gar keinen Rat. Sie möchten ihren Frust einfach nur erzählen dürfen. Und diese Chance sollten wir ihnen auch geben. Besonders interessante Sätze entstehen übrigens oft, wenn man es aushält, in „Lücken“ zu schweigen. Wenn der Gesprächspartner eine Pause macht, wir ihn aber nicht unterbrechen. Danach öffnet der andere oft sein Herz, weil er Zeit hatte, seine Gedanken zu sammeln.

Gesichtet:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/hobby-psychologen-tipps-1270666

Feb 07 2016

Lifestyle-Guide: Wo Frauen High Heels und Wanderstiefel tragen

Sie gilt als provinziell und prätentiös. Als einerseits traditionell und behäbig, andererseits überteuert und arrogant. Das Image der bayerischen Hauptstadt war noch nie das beste – obwohl gleichzeitig immer mehr Menschen in ihr leben wollen.

Denn eigentlich ist München unglaublich lebenswert. Das betonen nicht nur Einheimische. Sondern das sagt jetzt endlich auch mal jemand von außerhalb. Und zwar öffentlich und auf 208 Seiten.

„Schön, leicht, authentisch und entspannt“, so hat die Wienerin Nicole Adler München stets erlebt. Deshalb hat sie der Stadt ihr zweites Buchprojekt gewidmet. „München for Women“ kommt als optisch ansprechendes Coffee-Table-Book daher: broschiert, Tagebuch-Größe, goldene, geschwungene Schrift.

Beim ersten Durchblättern könnte der Eindruck entstehen, einen weiteren, hochwertig präsentierten Shopping-Guide in Händen zu halten. Doch „München for Women“ will etwas anderes.

„Wir haben ganz bewusst nicht nur Orte für den Konsum gewählt. Das Buch ist lifestylig, aber kein Shopping-Guide“, betont denn auch gleich Kera Till, die das Buch gestaltet und mit ihren Illustrationen dekoriert hat, die sonst in Publikationen wie „Vogue“ oder „Elle“ zu sehen sind.

Wie eine Freundin als Fremdenführerin

„Die schönste Art, eine Stadt kennenzulernen, ist es doch, diese von einer guten Freundin gezeigt zu bekommen“, erläutert Herausgeberin Adler das Konzept. Beide hatten dabei eine Frau vor Augen, die wie sie viel reist, gewisse Ansprüche hat, aber auch ein Picknick an der Isar zu schätzen weiß. Eine angeblich typische Münchnerin.

Was macht diese nun aber aus? „Sie liebt ihre Stadt abgöttisch“, fällt Adler als erstes ein. „Als Wienerin fand ich das interessant, denn wir lieben unsere Stadt auch, stehen ihr aber eher kritisch gegenüber. Wir haben da eine etwas intellektuellere Herangehensweise.“

Eine bewusst gesetzte Spitze und schöne Vorlage für Till, selbst überzeugte Münchnerin: „Das liegt aber auch nur daran, dass wir unsere Stadt immer verteidigen müssen“, erklärt sie.

Die Münchnerin zeichne sich dadurch aus, dass sie durchaus gerne auf High Heels im Nachtleben unterwegs ist, für ihr Wohlbefinden zu Maniküre und Pediküre und zur Kosmetikerin geht. Ähnlich also wie Pariserin oder New Yorkerin. Mit dem Unterschied, dass die bayerische Version der stilsicheren Großstädterin es bei allem etwas weniger hektisch angehen lässt.

Sie sitzt auch gerne mal tagsüber bei einem Kaffee in der Sonne oder flitzt trotz Businessgarderobe mit dem Radl durch die Stadt; am Freitagnachmittag tauscht sie die High Heels gegen Bergstiefel; unterm Jahr nippt sie zwar gerne am Champagner, in zwei Wochen des Jahres mutiert sie allerdings zur begeisterten Biertrinkerin; und im Sommer legt sie sich im Bikini an die Isar.

Prominente Frauen geben Tipps

Belege dafür, wie lässig, schön, charmant und eigen die Münchnerin als solche ist, finden sich zuhauf in „München for Women“, dank interessanter Interview-Partnerinnen.

Polly Lapkovskaja, aka Pollyester, erzählt reflektiert über Musikszene und die Arbeitsbedingungen für Kreative in der Stadt. Uschi Obermaier verrät, wo München noch immer etwas vom Flair der wilden 60er und 70er hat. Designerin Ayzit Bostan erklärt, warum für ihr Atelier nur ein Viertel in Frage kam: das hinterm Hauptbahnhof.

Das schönste Kompliment jedoch stammt von Barbara Vinken. Die renommierte Literaturwissenschaftlerin hat im Laufe ihrer akademischen Karriere diverse Weltstädte nicht nur als Bewohnerin erlebt, sondern stets auch ihr analytisches, gnadenloses Wissenschaftlerinnen-Auge auf sie gerichtet.

„Ich bin aus Zürich weggegangen, weil mir München erotischer erschien“, gibt sie auf für sie ungewöhnlich unwissenschaftliche Art und Weise preis.

Und: Die Münchnerin, die sehe „immer noch aus wie die blonde Madonna mit Veilchenaugen in der Krippe im Kloster zu Frauenchiemsee“ und sei auch so „weich, erfüllt und heiter“. Mit einem Unterschied: Sie finde es vollkommen selbstverständlich, das Geld selbst zu verdienen.

Feb 02 2016

Diabetes – Zuckerkranke müssen bei mehr Sport ihre Therapie anpassen

Mehr Sport – ein guter Vorsatz, den wohl auch der eine oder andere Diabetiker gefasst hat. Betroffene müssen bei mehr Bewegung allerdings ihre Therapie anpassen. Diese Frage stellt sich übrigens auch für andere Situationen – zum Beispiel bei einem Klinik-Aufenthalt.

Steht Diabetikern ein Krankenhausaufenthalt bevor, planen sie diesen nach Möglichkeit gemeinsam mit ihrem Hausarzt. Einige Fragen sollten Betroffene ihrem behandelnden Arzt stellen, rät die Organisation DiabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Soll man während des Aufenthaltes Insulin und/oder Tabletten wie gewohnt einnehmen oder muss die Dosis angepasst werden? Soll auch am Tag des Eingriffs der Blutzucker wie üblich gemessen und das Insulin gespritzt werden? Was tun, wenn eine Unterzuckerung droht? Diese und mögliche weitere Fragen notiert man sich am besten und nimmt sie mit zu den Vorgesprächen.

Blutzucker messen: Vor, während und nach dem Training

Machen Diabetiker Sport, benötigen sie etwa zusätzliche Broteinheiten beziehungsweise weniger Insulin. Darauf weist die Organisation DiabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe hin. Deshalb sollten sie vor, während und nach dem Training den Blutzucker messen.

Es gibt auch Sportgruppen für Diabetiker, die Neulingen Unterstützung bieten. Die Seite www.diabetes-sport.de bietet einen Überblick über die Angebote. Wer noch nie oder vor vielen Jahren das letzte Mal Sport getrieben hat, sollte sich am besten vor dem Start vom Arzt durchchecken lassen.

 

Link zur Homepage:

www.focus.de/

Jan 19 2016

Erfüllungsgarantie beim Hausbau

Ihre 5. Hausbauerfolgsformel im Ratgeber-eBook Die ultimative Hausbau Erfolgsformel lautet „keine unbesicherten Vorauszahlungen“, und Sie raten dazu, sich von der ausführenden Firma eine „Erfüllungsgarantie“ geben zu lassen.

Was ist damit gemeint?

Vielen Dank im Voraus

Magnus

Antwort

Hallo Magnus,

in Zusammenhang mit Ihrer Frage zur Erfüllungsgarantie empfehle ich Ihnen, sich bei Bedarf einfach von Ihrer finanzierenden Bank informieren zu lassen. Vorweg kann ich Ihnen aber gerne kurz erklären, was eine Erfüllungsgarantie ist:

Die Erfüllungsgarantie sichert den Bauherr und Käufer für den Fall ab, dass der Verkäufer den vertraglich vereinbarten Pflichten nur teilweise oder gar nicht nachkommt. Im Unterschied zur Liefergarantie sowie zur Gewährleistungsgarantie, durch die lediglich die Erfüllung einzelner Pflichten abgesichert wird, hat die Erfüllungsgarantie die Gesamterfüllung eines vereinbarten Vertrages zum Gegenstand.

Um Sie wirklich konkret beraten zu können, müsste ich Ihr Bauvorhaben und die damit verbundenen Vertragswerke kennen, was aber nicht der Fall ist. Tatsache ist, dass eine Erfüllungsgarantie ein besonderes Instrument ist, welches allerdings nicht immer zwingend erforderlich ist. Ich selbst empfehle eine Erfüllungsgarantie eigentlich immer nur aus einem einzigen (wichtigen) Grund:

Die Erfüllungsgarantie (über ca. 10% des Auftragsvolumens) ist für private Bauherrn eine einfache, wirkungsvolle und vor allem kostengünstige Möglichkeit, die Bonität eines Hausanbieters zu „hinterfragen“. Für seriöse Unternehmen mit guter Bonität stellt eine Erfüllungsgarantie jedenfalls keinerlei Problem dar. Verweigert ein Unternehmen allerdings – aus welchen Gründen auch immer – eine Erfüllungsgarantie, kann das ein erstes Zeichen eines Liquiditätsproblems sein. Die Erfüllungsgarantie schränkt nämlich den Kreditrahmen des Unternehmens ein. Für den Unternehmer ist eine Erfüllungsgarantie also mit einer Barzahlung gleichzusetzen.

Eine in der Baupraxis gängige Alternative zur Erfüllungsgarantie ist der Deckungsrücklass, welcher normalerweise zwischen 7 und (empfehlenswert) 10% der jeweiligen Abrechnungssumme liegt. Dieser Deckungsrücklass wird auch gerne Mängelreserve genannt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Bauvorhaben nach tatsächlichen Mengen (nach Aufmaß) abgerechnet wird. Bei jeder Rechnung (Teilrechnungen und Schlussrechnung) wird daher vom Auftraggeber (von Ihnen als Bauherr) ein Deckungsrücklass einbehalten. Dieser Deckungsrücklass wird nach der Legung der Schlussrechnung erst dann an das ausführende Unternehmen ausbezahlt, wenn das Unternehmen dafür eine Bankgarantie in der Höhe des Deckungsrücklasses vorlegt.

Grundsätzlich geht es also immer darum, ein Gleichgewicht zwischen der vom Unternehmen erbrachten Leistung und der dafür vom Bauherrrn geleisteten Zahlung herzustellen.

Bei Pauschalaufträgen sorgt dafür ein Zahlungsplan, wobei hier die sicherste Lösung ist, den jeweiligen Baufortschritt von einem Bausachverständiger prüfen zu lassen (zuerst Baufortschritt-Bestätigung, dann Zahlung). Bei Aufträgen, die nach Aufmaß abgerechnet werden, muss „lediglich“ geprüft werden, ob die verrechneten Listungen auch tatsächlich (mängelfrei) erbracht wurden. Ist das der Fall, liegt also keine unbesicherte Vorauszahlung vor, weil ja die erbrachte Leistung den Gegenwert darstellt.

Um all diese Abrechnungs-Varianten, die nicht selten mit einem nicht unbeträchtlichen Aufwand verbunden sind, zu verhindern, bieten übrigens einige Hausanbieter schon eine ganz andere (sichere) Finanzierungsvariante an: Der Bauherr übergibt dem Hausanbieter eine unwiderrufliche Bankgarantie über die gesamte Auftragssumme und diese Bankgarantie wird erst dann „gezogen“, wenn das Haus komplett (mängelfrei) fertiggestellt und an den Bauherrn übergeben wurde. Dazwischen gibt es keinerlei Abrechnungen. Diese Variante ist eigentlich absolut sicher. Zuerst das Haus, dann das Geld. Im schlimmsten Fall wird – aus welchen Gründen (z.B. durch Insolvenz) auch immer – das Haus nicht fertig. In diesem Fall haben Sie dann aber auch nichts für das (halbfertige) Haus bezahlt.

Ob aber immer alles so einfach geht, hängt immer von den Vertragspartnern ab. Am besten sprechen Sie allfällige Bedenken immer direkt gegenüber dem Hausanbieter aus. Seriöse Firmen werden alles tun, um aus Ihnen einen zufriedenen Kunden zu machen. Wenn man nicht auf Ihre Wünsche oder Bedenken eingeht oder nicht eingehen kann, gibt es immer auch andere (bessere) Hausanbieter.

Mehr Erfolg beim Hausbau!

Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber

Gesichtet bei:

http://www.haus-selber-bauen.com

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